Den Rhythmus in den Körper bringen

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Musicality Friday in Berlin

Dieser Blog will Euch nicht nur in der Theorie eine Möglichkeit bieten Euch mit der Musik zu beschäftigen. Um das Ganze auch in den Körper zu bringen möchte ich Euch heute einen tollen Kurs empfehlen:

Ab dem 19. Oktober bieten wir in der Tanzschule Cumbancha in Berlin Kreuzberg immer Freitags einen Musicality Kurs an. Hier bekommst Du von mir in 8 Blöcken á 90 Minuten einen ganzen „Werkzeugkasten“ voller Tipps und Tricks wie Du Deinen Tanz persönlicher und auch musikalischer gestalten kannst. Wir beschäftigen uns nicht nur mit der Theorie, wir wollen Dir zeigen wie Du den Rhythmus in Deinen Körper bringst und aus Deinem Körper selbst ein Musikinstrument machst. Denn all das was wir theoretisch schon wissen soll sich ja auch auf der Tanzfläche zeigen, nicht wahr?

Fragen und Wünsche zu dem oben beschriebenen Kurs kannst Du selbstverständlich jederzeit gerne hier posten!

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Bitte beachten: Eine Anmeldung ist für diesen Kurs unbedingt erforderlich! Anmelden kannst Du Dich hier:

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Einmal durch die Epochen hören!

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20er und 30er Jahre: Ein kubanischer Son von Ignacio Pineiro

40er und 50er Jahre: Ein früher kubanischer Mambo vom Orquestra Aragon, wenig überraschend heißt das Stück: Mambo!

Auch der ChaChaChá erlebte zu dieser Zeit einen Boom, er entwickelte sich parallel zum Mambo. Hier ein Beispiel für einen kubanischen ChaChaChá aus den späten 40er Jahren:

Hier mal im Vergleich zum kubanischen Mambo ein „New York“ Mambo. Hier kann man schon sehr klar den Einfluss des Jazz spüren. Das Lied ist von Tito Rodriguez und heißt Mama Guela, diese Version ist nicht ganz so alt, da sie schon von dem Label Fania produziert wurde. Dennoch ein gutes Beispiel um sich einmal die zeitliche Entwicklung der Musik und ihre Unterschiede klar zu machen:

60er und 70er Jahre: Die Zeit des Charanga und des Boogaloo, hier ein Beispiel für einen Charanga aus den späten 60er Jahren, die auch schon das zeitliche Schlusslicht bilden sollten für die Popularität des Pachanga. Das Stück ist von Charlie Palmieri und ist eine Homage an den Entdecker des Pachanga: Johnny Pacheco:

Und hier noch ein schönes Beispiel für einen Boogaloo, der den Charanga in seiner Popularität ablöste. Eins der bekanntesten Stücke in diesem Zusammenhang ist ein Stück vom Joe Cuba Sextet mit dem Namen „Bang,Bang“:

Nun haben wir schon die 70er Jahre erreicht und sind damit auch beim Salsa Label Fania angekommen. Hier ein toller Salsa aus den 70er New Yorker Jahren. Ruben Blades mit Pedro Navaja. Unter dem Video auf Youtube könnt Ihr Euch den Text einmal durchlesen. Gern übersetze ich ihn auch für Euch bei Bedarf. Der Text steht für ein Weltbild der Auswanderer in New York:

Im Zuge der Salsa entstanden mit der Zeit verschiedene Formen der Salsa, hier ein Beispiel für eine Salsa Dura. Salsa Dura unterscheidet sich besonders dadurch vom Rest das hier großer Wert gelegt wird auf harte Percussion in Verbindung mit Blasinstrumenten die die Vocals übertönen:

In den 80ern und 90ern kam ein Trend von romantischer Salsamusik auf. Hier mal ein Salsa romantica Mix mit verschiedenen Beispielen:

Ich wünsche Euch viel Spaß beim hören und tanzen und hoffe dass Ihr Euch einen guten Überblick verschaffen konntet 🙂

Refelcting Cascara

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Ein Salsa Rhythmus

Nach einem wahnsinnig interessanten, an ein Forschungslabor grenzenden, Gespräch mit Johannes heute möchte ich auch jetzt zu später Stunde noch einen Artikel über den Cascara Rhythmus verfassen. Zunächst ein paar kleine Informationen um Euer Grundverständnis zu erweitern.

Der Cascara Rhythmus ist einer der wichtigsten Rhythmen lateinamerikanischer Musik. Cascara bedeutet „Schale“ und wird deshalb so genannt weil der Timbales Spieler diesen Rhythmus auf den metallenen Seiten seiner Trommel schlägt. Er ist ein Rhythmus der wie der Clave Rhythmus ein 2/3er oder ein 3/2er Muster haben kann. In der musikalischen Komposition nennt man diese Umkehrung „Krebs“.

Der Cascara Rhythmus ist für die Salsa sehr wichtig weil er einen treibenden und scharfen Sound ergibt. Unter Anderem dadurch empfinden wir die Salsa Musik als recht rasant und energetisch geladen.

Johannes und ich haben nun versucht durch hören den Rhythmus genau zu terminieren. Dies entstand mehr oder weniger durch das von mir erstellte Chart, in dem alle Salsa Rhythmen mit Zählzeiten dargestellt sind (es hängIman der Tanzschule im großen Saal) welches doch einige Fragen aufwarf. Johannes war der Meinung das dort etwas nicht stimmt, also haben wir uns gemeinsam auf die Suche gemacht:

Wir wollten also die genauen Schläge des Cascara Rhythmus bestimmen. Was nicht gerade einfach ist. Wir sind in dem Gefühl für den Rhythmus recht sicher aber das genaue Bestimmen der Zählzeiten erwies sich als sehr schwierig.

Ich habe nun noch einmal recherchiert und habe herausgefunden, sowohl Johannes als auch ich hatten recht.

Denn es gibt zwei verschiedene Muster des „Cascara“, die innhalb ihrer beiden Blöcke vertauschbar sind. Dies ist ganz ähnlich dem Clave Muster. Das Clave und das Cascara Muster existieren in zwei Varianten. Durch vertauschen der einzelnen „Bars“ also 4tel Takte entsteht so ein etwas anders klingendes Muster.

Hier die Zählzeiten für das erste gängige Muster, diese Muster ist nicht direkt notiert auf dem Chart in der Tanzschule.

3/2 Cascara:

1 2 + (3) + (4) +5 6 7+ (8) +

Alle eingeklammerten Zahlen sind Zählzeiten die nicht gespielt werden! Da die +Schläge teilweise genau die Länge eines Schlages voneinander entfernt geschlagen werden ergibt sich ein komplexes neben-off-beat Verhältnis. Für den, der sich diesen Rhythmus mal verinnerlichen möchte, dem kann der folgenden Sprechgesang helfen. Dafür gibt es einen leichten Satz um sich den Rhythmus zu merken:

Du-gehst-du-gehst-schon-ich-geh-jetzt-wirklich

Das erste „Du“ am Anfang des Satzes ist dabei ein Auftakt das bedeutet es ist das Ende der Zählung von oben. „Du-gehst“ am Anfang fällt also auf die Zählzeiten +1. „Ich-geh“ fällt somit auf die +5. Das kann uns – by the way – auch dabei helfen die „Eins“ zu finden. Für alle die damit ab und an noch Probleme haben. Auch für on2 Tänzer ist der „Cascara“ Rhythmus ein „tänzerischer Schlüssel“ dazu später mehr.

Das zweite Muster des „Cascara“ Rhythmus ist das, welches in der Tanzschule auf meinem Chart notiert ist. Es ist das gleiche Muster wie oben, nur spiegelverkehrt notiert. Das bedeutet: die ersten 4 Schläge tauschen den Platz mit den zweiten 4 Schlägen, gezählt wird das dann so:

2/3 Cascara

1 2 3+ (4)+ 5 6+ (7)+ (8)+

Das bedeutet auch das unser Sprachmuster sich umkehren muss. Genau das war der Grund für die Verwirrung bezüglich meines Charts, denn die Aufzeichnung der Zählzeiten war zwar korrekt allerdings hatte ich den Merksatz der darunter geschrieben war nicht mit umgedreht. Er müsste also richtigerweise heißen:

Ich-geh-jetzt-wirklich-du-gehst-du-gehst-schon

Das tolle ist, wenn man die beiden nicht in Verbindung zu einer Melodie hört, dann klingt es irgendwann wieder gleich für den der nur zuhört. Entscheidend ist also der Beginn des Rhythmus und der Rhythmus in Verbindung zu Anderen Elementen wie zum Beispiel der Melodie.

Der Cascara Rhythmus steht fast immer in Verbindung zum Clave Pattern (2/3 oder 3/2) Das kann dann so aussehen:

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Hier eine 3/2 Son-Clave notiert gemeinsam mit unserem zuerst erwähnten Cascara Rhythmus. Es ist nun möglich die Clave zu spiegeln ohne die Cascara mit zu spiegeln. Das kann eine Methode sein um ein neues Ryhthmus-Gerüst für eine Melodie zu entwerfen. Viele Musiker, die auch selbst Musik schreiben arbeiten mit diesen „Werkzeugen“, um rhythmische Veränderungen entstehen zu lassen.

Ich hoffe das der Artikel Euch helfen konnte 🙂 Lieber Johannes, vielen Dank für die großartige Diskussion!!!!!

Noch Fragen zu diesem Artikel?? Kommentieren ist erlaubt und erwünscht!

Fragenforum!

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Im Musicality Bootcamp am letzten Samstag sind viele weitere Fragen aufgekommen. Ich würde mich freuen wenn wir diese hier noch einmal sammeln können. Woche für Woche werde ich mir dann Mühe geben diese zu beantworten. Ihr könnt auch selbst Kommentare dazu abgeben und weitere Themen anregen!

Ich freu mich auf Eure Inputs!

 

What is Salsa?!

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Wie versprochen hier die links vom Musicality Bootcamp:

Als erstes das wunderbare Video mit Izzy Sanabria, der auf eine sehr schöne Weise präsentiert was sie „roots of Salsa“ sind, das Orquester ist das Orquester von Ray Barretto:

Ebenfalls haben wir uns ein Video angesehen von den den „Fania All Stars“, Vokals: Cheo Feliciano, Gitarre: Jorge Santana (der Bruder von Carlos Santana) In den Backgrounds unter Anderem: Hector Lavoe:

Viel Spaß beim Ansehen!

Liebe Salseros und Musikliebhaber,

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Dieser Blog soll dazu dienen um einen kleinen Informationsaustausch in Gang zu setzten.

Ich werde hier regelmäßig links und Artikel veröffentlichen damit Ihr Euch informieren könnt. Neben den Informationen die Ihr hier findet, könnt Ihr auch Fragen stellen, Informationen teilen und diskutieren!

Viel Spaß beim Stöbern und Teilen!

Eure Sarah