Easy Salsa Dance Tips Part II

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Schon im letzten Artikel habe ich einiger der „Prinicples“ vorgestellt die dabei helfen generell ein besseres und effektiveres Lerngefühl zu bekommen und seit dem bin ich auch in meinem Unterricht immer wieder auf einige Fragen der Schüler gestoßen was bestimmte Inhalte des Unterrichts angeht. Ich möchte deswegen den vorherigen Artikel gern noch ein wenig erweitern und noch ein paar weitere Principles hinzufügen die Euch hoffentlich beim Lernen helfen.

Principle #5 : Eine Millionen Gründe Salsa Footwork zu lieben!

Footwork ist in unserem Unterricht immer ein sehr großer Bestandteil gewesen und das obwohl es uns durchaus bewusst ist das einige von Euch das nicht unbedingt favorisieren und am liebsten sofort direkt zur Partnerwork übergehen würden. Nun, zum Einen kann ich das sogar ein wenig verstehen, denn nicht umsonst wählt man, dann wenn man dabei ist sich einen Tanz auszusuchen den man gern lernen möchte, einen Paartanz. Aber, und ja, schon wieder ein Aber 🙂 Footwork ist ein wichtiger Bestandteil des Lernens und zwar nicht nur für die Footwork an sich, sondern insbesondere für das was uns eigentlich am Herzen liegt: Die Partnerwork! Wieso? ok beginnen wir mit:

Punkt 1: Der Rhythmus

Der Salsarhythmus ist unglaublich intensiv, stark und ist voller Leidenschaft und durch seine Polyrhythmik so vielfältig wie kaum ein Rhythmus eines anderen Genres. Diesen mit dem Körper verstehen zu lernen ist ein wirklich sehr wichtiger Bestandteil, wenn man gern sicher und souverän auf der Tanzfläche auftreten möchte. Das Gefühl das der ganze Körper sich im Rhythmus bewegt, das alle Körperteile harmonieren und das die Musik, der eigene Körper und der Körper des Partners als Symbiose zusammen eine ganz spezielle Sauce ergeben, dieses Gefühl wünscht sich doch insgeheim jeder Salsero. Mit anderen Worten, nicht nur stumpfe Tanzschritte sondern der ganz spezielle „Flavor“ dahinter  der den Tanz authentisch und nicht eingeübt wirken lässt, sondern den Rhythmus zu einer zweiten Natur Deines Körpers werden lässt.

Das klingt jetzt alles sehr poetisch und ich muss sagen das ist es auch irgendwie. Die Frage ist nur, wie erreicht man dieses Gefühl, diesen Zustand in dem sich die Dinge natürlich und sicher anfühlen? Hier kommen wir schließlich zurück zur Frage warum Footwork so ein wichtiges Element in jedem Training sein muss. Der Footworkteil eines Kurses, gibt Dir die Chance Dich eine kurze Zeit vor dem Spiegel nur mit Deinem Körper und dem Rhythmus auseinander zu setzen. Du lernst neue Schrittkombinationen die Dir helfen den Rhythmus auf Deinen Körper zu übertragen ohne das Du  Dich dabei noch zusätzlich auf die Bewegungsabläufe eines Partners konzentrieren musst. Es gibt also nur Dich, die Musik und den Fokus auf der neuen Schrittkombination, Isolation oder was auch immer gerade das Thema in Deinem Kurs ist.

Je öfter Du also konfrontiert wirst mit Dir ganz allein in Bewegung zur Musik, desto klarer wird für Dich das Gefühl werden zur Musik. Kleine Probleme mit dem Takt verschwinden langsam und Du wirst sicherer im Umgang mit den gängigen Rhythmen und Patterns der Salsamusik. Denk daran, in den meisten Lateinamerikanisch Ländern wird den Leuten nicht erklärt wie sie sich zum Rhythmus zu bewegen haben, sie lernen den Rhythmus verstehen dadurch das sie sich in diesem bewegen. Das kann in jedem Alter noch funktionieren und nachgeholt werden, auch wenn Du wenig Erfahrung mit Musik und Rhythmus hast. Durch die Bewegung Deines Körpers zum Rhythmus lernt Dein Körper ihn verstehen und Du gewinnst schnell an Sicherheit. Footwork ist daher ein unerlässlicher Bestandteil sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene Tänzer um mehr Beziehung zur Musik zu bekommen und den Körper frei in den Rhythmen der Salsa bewegen zu können.

Punkt 2 : Der Raum und Du – oder – wie war das noch mal mit der Hand-Fuss-Koordination?

Der zweite Aspekt ist eher unromantisch und nicht ganz so poetisch. Wir alle kennen es: „Malen sie bitte einen Kreis mit der rechten Hand in die Luft und mit der linken Hand eine Acht.“ Hat´s geklappt? Nun, ich will Euch jetzt nicht enttäuschen, dass ist schon ne Leistung wenn das geklappt hat, aber das waren auch nur die Hände. Als Tänzer sind wir ständig damit konfrontiert alle möglichen Körperteile auf verschiedene Arten zu koordinieren. Allein beim Grundschritt haben wir durch die Counter-Body-Rhythm Technik schon mindestens fünf Koordinationen die gleichzeitig ausgeführt werden können. Da wären die Schulter, die Arme, die Rippen, die Hüften und die Füße. Sprich: Koordination ist ein unglaublich wichtiger Punkt beim Tanzen und das bei beiden Geschlechtern.

Ladys:

Ihr macht Eure Schritte, um dem Mann folgen zu können müssen aber die Arme getrennt von den Schritten laufen. um schöne Stylingelemente anwenden zu können, werden häufig Arme und Beine getrennt voneinander koordiniert. Hier können wir was Styling angeht noch massig an Ebenen dazu nehmen um das Ganze noch ganzheitlicher zu gestalten. Hast Du eine gut trainierte Koordination, hast Du gewonnen und wirst eleganter und weicher Deine Bewegungsabläufe durchführen können.

Gentelman: 

Wer kennt es nicht, es beginnt in der ersten Stunde: Du hast die ersten Grundschritte gelernt, vielleicht auch schon die ersten Drehungen und schon kommt das Ungeheuer dazu: DIE FÜHRUNG! 🙂 Ja, so kann sich das zu Beginn anfühlen. Wir alle wissen das es unter Umständen erst einmal schwierig sein kann, locker die Schritte auszuführen und dabei auch noch zu führen. Ihr seid also ein Paradebeispiel für das Thema und die Wichtigkeit einer guten Hand-Fuss-Koordination.

Wie Du siehst ist ein gutes Koordinationstraining eine gute und wichtige Sache um Dich zu verbessern, sowohl in der Führung, als auch in der Situation des Folgenden. Na klar, wir könnten jetzt auch ne Ewigkeit Achten und Nullen in die Luft malen aber da macht es doch nun wirklich viel mehr Spaß sich zur Musik zu bewegen. Mit anderen Worten, willst Du Deine Koordination in Deinem eigenen Körper und Deine Koordination zum Raum verbessern gibt es kein besseres Training als ein Salsa Footworktraining. Footwork und Isolationen sollten auch deswegen ein Bestandteil in jedem Kurs sein.

Punkt 3: Die Aufnahmefähigkeit schulen

„Jede Woche eine andere Kombination, jede Woche neue Schritte, neue Rhytmen und Koordinationen. Wer soll sich das bloß alles merken???“

Ganz erhlich gesagt: Keiner! Wenn Du jede Woche im Warm-up Deines Kurses eine neue Footwork Kombination lernst, ist es schon verständlich das Du Dir nicht alle Teile im Detail merken kannst. Die meisten Lehrer mit Erfahrung wissen das auch und verlangen auch selten von Dir das Du alles haargenau so im Kopf hast.

„Aber, bringt das denn dann was, wenn ich das bis zur nächsten Stunde eh wieder vergesse?“

Ja, es bringt etwas! Sogar mehr als Du ganz bewusst wahrnehmen kannst. Immer wieder neue Koordinationen zu lernen hilft Dir dabei schneller das System dahinter zu entschlüsseln wenn Du etwas siehst. Dein Körper sammelt so zu sagen Erfahrung im Aufnehmen. Er sieht etwas, lernt es schneller zu entschlüsseln und es dann auf Deinen eigenen Körper zu übertragen. Der Vorteil daran, wenn Du etwas schnell aufnimmst, bleibt Dir so mehr Zeit an anderen Dingen zu arbeiten wie Technik, Styling oder Musikalität. Nichts ist unbefriedigender als: „Jetzt hab ichs grad verstanden und die Stunde ist schon um“. Erst nachdem Du schnell die Grundkoordinationen einer Kombination aufgenommen hast, ist das Fenster zur tiefen Verbesserung der Bewegungsabläufe geöffnet. Ab jetzt stehen alle Wege offen und Du kannst den Rest der Stunde nutzen um an Extras zu arbeiten.

Punkt 4: Kreativität und Improvisation

Gute Tänzer sind nicht nur Männer die gut führen können oder Frauen die jede geführte Figur technisch gut und ohne zuviel oder zuwenig Wiederstand ausführen. Man sieht das sie kreativ mit der Musik und den Schritten umgehen. Footwork hilft Dir dabei mehr Kreativität in Deinen Tanz zu bringen und Freiräume zu schaffen, sowohl für Dich als auch für Deinen Partner. Salsa bewegt sich stark in einer klaren Rollenverteilung, um diese ein wenig aufzulockern ist eine kleine Footwork zwischen den Partnerworkteilen ein tolles Mittel. Hier hat jeder die Möglichkeit seine ganz eigenen Interpretationen in den Tanz einzubringen. Man inspiriert sich gegenseitig und bringt ein sehr wichtiges musikalisches Element in den Tanz: call & response! Dieses Frage/Antwort Spiel zwischen den Partnern (übrigens auch zwischen den Musikern in den meisten Musikstücken) ist ein wichtiger Bestandteil der Salsa. Lassen wir das weg, passiert ab und an schon mal folgendes:

Ein bekanntes Beispiel:

Die beiden tanzen und es ist alles gut. Plötzlich lässt er sie los, er liebt den Song und fühlt sich deshalb sehr inspiriert er hat Spaß am improvisieren und legt los was das Zeug hält. Sie ist wie gefroren. Verlegen tanzt sie ein paar Grundschritte und hofft das er bald wieder zurück kommt. Er sieht das sie nicht besonders glücklich ist mit der Situation und schließt die offene Position schnell wieder. Schade, er hätte das Spielchen gern noch ein wenig weiter gespielt…

Noch ein bekanntest Beispiel:  

Die beiden tanzen und es ist alles gut. Sie hatte in letzter Zeit so einige Workshops, Lady Styling, Footworkelemente, Isolationen, Cuban Rumba ect. Sie so inspiriert wie lange nicht und wartet nur darauf das er sie einmal kurz loslässt so das sie einmal für kurze Zeit die Musik auf ihrer Art interpretieren kann. Leider fühlt er sich eher unwohl dabei alleine vor ihr zu tanzen und er fühlt sich bei Footworkelementen eher uninspiriert und gar nicht kreativ. So vergeht der Tanz also als ein 100% Partnerwork Tanz. Schade, sie hatte eigentlich ne Menge Ideen für Dinge die ihm sicher gefallen hätten…

So kann es aussehen wenn das Gefühl zur Footwork eher unausgeglichen ist. Die Wahrheit ist die wenigsten mögen Footwork nicht weil es ihnen einfach nicht zusagt. Meistens werden sie einfach zu wenig damit konfrontiert. Je länger Du Dich damit beschäftigst, desto wohler wirst Du Dich auch in einer call & response Situation fühlen. Desto mehr kannst Du Deinen Gefühlen zur Musik und zum Partner Ausdruck verleihen. Sich gegenseitig zu inspirieren ist für die meisten Tänzer für das gewisse Etwas in einem Tanz verantwortlich.

In einem regelmäßigen Footworktrainig lernst Du also viel mehr als nur einfach ein paar Schrittkombinationen. Du verbesserst Deine Musikalität und den Bezug zum Rhythmus, Deine Koordination erweitert sich und wird immer leichter auszuführen, neue Schritte zu lernen geht schon bald im Handumdrehen und dazu fühlst Du Dich bald sicher und kreativ in bestimmten Tanzsituationen. All das sind vor allem Dinge die für den Teil der Dir am meisten Freude bereitet unerlässlich sind: Für die Partnerwork 🙂

Unser Rat an Dich: „Pimp your Partnerwork with some Footworktraining“ und schon bald kannst Du vielen Fragen zum besseren Lernen ganz einfach adios sagen!

Salsa Lady Styling lernen in Berlin mit Sarah

Salsa Lady Styling lernen in Berlin mit Sarah immer Dienstags ab 18:30 in der Tanzschule Cumbancha

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Easy Salsa Dance Tips

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Dies ist zwar eigentlich ein Blog um Euch ein besseres Verständnis für die Musik zu geben die wir alle so lieben aber immer mehr sehe ich auch in meinem Unterricht den Drang nach ein paar einfachen Grundsätzen zum Lernen und Tanzen. Die folgende Liste werde ich immer weiter ergänzen mit der Zeit, es lohnt sich also hier ab und an mal wieder rein zu schauen. Ich habe beschlossen eine Liste von „principles“ zu erstellen, die es Euch leicht machen soll zu sehen worauf es beim Lernen wirklich ankommt.

Principle #1 :   Quality vs. Quantity

Viele von Euch wollen gerne schnell und effektiv Salsa tanzen lernen. Ihr wollt schnell neue Figuren und am besten jede Woche eine neue Kombination, um schnell Euer Repertoire zu verbessern und zu erweitern. Dieser Wunsch ist absolut verständlich und ich schätze es als sehr positiv ein, dass viele von Euch soviel Energie und Lust auf Neues haben. Neugierde ist immer wichtig und von Vorteil, wenn man etwas Neues lernen möchte. Aber, und ja leider gibt es ein Aber, einer der wichtigsten Tips die ich geben kann, wenn man den Anspruch hat ernsthaft und sicher Salsa tanzen zu lernen ist: Neugierde ist wichtig aber Geduld ist mindestens eben so wichtig!

Wenn Du irgendwann ein Gefühl der Sicherheit und Leichtigkeit beim Tanzen empfinden möchtest, nimm Dir genügend Zeit für die Basiselemente. Nichts ist wichtiger als ein sicheres Basisrepertoire. Halte Dich in jedem Training eine Weile bei den Basics auf und nimm Dir bewusst Zeit diese zu beobachten und zu verbessern. Alle professionellen Tänzer arbeiten noch regelmäßig und täglich mit Ausdauer an ihren Basics. Das schult verschiedene Fähigkeiten die unerlässlich sind wenn Du ein Gefühl der Sicherheit auf der Tanzfläche erreichen möchtest mit Deinem Körper und deinem Tanzpartner oder Deiner Tanzpartnerin als Dein Gegenüber. Folgende Fähigkeiten werden dadurch geschult:

Principel #2: Posture

Ohne die richtige Haltung, werden eine leichte Balance und eine mühelose Verbindung zum Partner unmöglich. Euer Bewegungsfeld wird enorm eingeschränkt und lässt Eure Bewegungsabläufe zu steif oder zu „loose“ aussehen. Die Natürlichkeit der Bewegung geht verloren und die Kombinationen wirken nicht stimmig im Körper. Natürlich gibt es einfache Prinzipien für eine gute und starke Haltung:

1. Deine Bauchmuskeln

Sie behalten die Verbindung zwischen Deinem Ober- und Deinem Unterkörper und sind verantwortlich für eine starke Verbindung zwischen allen Körperteilen. Eine Angespannte Mitte sorgt dafür das unnötige Spannung im Rest des Körper reduziert wird und hilft Dir stark die Balance in Drehungen zu verbessern. Deine Rumpfmuskulatur sollte bei jedem Tanz immer aktiviert sein. Hilfreich ist das Bild den Bauchnabel in Richtung Wirbelsäule zu ziehen. So spannt sich die Bauchmuskulatur leicht an und stärkt Deinen gesamten Rumpf.

Kleiner extra Tipp:

Bauchmuskeltraining ist hilfreich und wenn Du Deine Bauchmuskeln dauerhaft stärken willst um Dich leichter zu fühlen, auch unerlässlich. Für den Anfang genügt es aber auch sich folgende Aufgabe zum Ziel zu machen: Wenn Du Abends zum Unterricht gehst, versuche einmal Deine Grundspannung im Bauch die ganze Stunde über aufrecht zu erhalten. Ab und an vergisst man das mal wieder aber in solchen Fällen erinnert Dich Dein Lehrer sicher gern noch einmal daran 😉

2. Deine Schultern

Wenn wir unter Stress stehen und etwas unbedingt schaffen wollen, das kennen wir alle aus dem Alltag, ziehen sich sehr schnell unsere Schultern nach oben. Die Folgen: Schmerzen im Nacken und hartnäckige Verspannungen im oberen Rückenbereich. Auch beim Tanzen passiert das sehr schnell. Unbedingt wollen wir die neue Figur schnell lernen, schnell in einen Moment kommen in dem wir mit Genuss die Kombination ausführen können. Das führt dazu das wir all unsere Kraft zusammen nehmen und das landet alles in unseren Schultern. Die Folgen: Eine eingeschränkte Oberkörperisolation und anstatt mit Leichtigkeit belohnt, werden wir mit Verspannungen bestraft.

Nun, eben gerade habe ich bereits darüber gesprochen, das uns eine korrekte Bauchspannung dabei hilft, unnötige Spannung im Rest des Körpers zu reduzieren. Die Schultern profitieren wohl am Meisten davon und schaffen durch eine starke Mitte Entspannung zu finden und die benötigte Kraft zu reduzieren. Aber, leider hat die Spannung in den Schultern auch mit einem ganz anderen Schweinehund zu kämpfen: GEWOHNHEIT!

Dieser Kerl ist ziemlich gemein und kommt uns gern und oft besuchen auch wenn wir ihn nicht bitten. Zunächst werdet ihr bemerken das eine ziemlich starke Aufmerksamkeitsspanne notwendig ist um sich daran zu erinnern die Schultern zu entspannen und aktiv zu senken. Hier hilft nur das ständig neue bewusst machen darüber, wo sich Deine Schultern gerade befinden. Da das nicht immer leicht ist sich selbst daran zu erinnern, bittet Euren Tanzpartner oder Euren Lehrer darum Euch aufmerksam darauf zu machen. Schnell wird sich die Haltung Eurer Schultern verbessern und erheblich zu einer Verbesserung der Bewegungsfreiheit im Oberkörper beitragen.

3. Dein Brustkorb

Tanz ist Leidenschaft und Präsenz mit dem Körper. Tanz ist Energie die durch den Raum fließt und über Deinen Körper in den Körper Deines Partners oder Deiner Partnerin. Dein Brustkorb spielt hier eine große Rolle und ist der „Energiesender“ Deines Körper. Bei der Frau sorgt er dafür eine Grundspannung und Präsenz zum Partner herzustellen. Er zeigt Offenheit für Führungen und steht für ein selbstbewusstes und leidenschaftliches Auftreten. Der Mann profitiert durch einen aufgerichteten Oberkörper davon das seine Führung an Klarheit gewinnt und der Partnerin Sicherheit gibt.

Das alles zeigt wie viele Vorteile es hat mit einem offenen Brustkorb und aufgerichteten Oberkörper zu tanzen. Neben der Tatsache das es gut aussieht und Selbstbewusstsein vermittelt, hat es auch viele praktische Gründe die sich in Deiner Entwicklung schnell bemerkbar machen werden.

Eine kleine Übung nun um diese drei Elemente und Körperteile zu einer guten Haltung zusammen zu bauen:

1. Stell Dich hin, Gewicht auf beiden Beinen gleichmäßig verteilt, Beine sind Hüftbreit parallel zueinander unter Dir platziert. Beide Knie sind gestreckt. Wenn möglich mache die Übung vor einem Spiegel um die Veränderung Deiner Haltung zu beobachten.

2. Zieh Deinen Bauchnabel in Richtung Wirbelsäule und spanne leicht Deine Bauchmuskeln an ohne den Bauch mit Gewalt ein zu ziehen.

3. Senke nun aktiv mit ein wenig Muskelkraft, motiviert von den Schulterblättern, Deine Schultern nach unten.

4. Hebe Dein Kinn ein wenig bis es eine parallele Linie zum Boden bildet.

5. Nun, last but not least, hebe leicht Dein Brustbein Richtung Decke, um Deinen Oberkörper aufzurichten. Sei vorsichtig das Du dabei nicht Deinen Rippenbogen zu stark öffnest. Um dem entgegen zu wirken atme einmal tief aus und schließe dabei Deinen Rippenbogen soweit es geht. Während Du das tust, versuchst Du Deinen Brustkorb, gegen die Spannung die Deine Rippen durch das Ausatmen produzieren, oben zu lassen. Dafür ist etwas Muskelkraft nötig und Du wirst bemerken das es etwas Übung benötigt beide Körperteile getrennt voneinander zu dominieren.

Versuche diese Übung täglich zu wiederholen um die alten Gewohnheiten langsam durch neue zu ersetzen. Wenn Du Schwierigkeiten hast das ganze allein zu üben, gibt es auch entsprechende Kurse die speziell an solchen Dingen arbeiten. Versuche mal Pilates oder Yoga. Auch bieten wir Latin Jazz Kurse an die dazu dienen solche Fähigkeiten im Bezug auf das Salsatanzen zu trainieren und zu verbessern. Viele unserer Schüler haben schnell bemerkt das sich etwas verändert und das auch das Körperbewusstsein stark steigt. Probier es ein mal!

Principle #3: Musicality

Musikalität ist ein großes und äußerst wichtiges Thema, deswegen haben wir diesem Thema auch gleich einen ganzen Blog gewidmet. Allerdings brauchen wir ein paar einfache Basics um zunächst zu schaffen uns auf die Musikalität zu konzentrieren. Long story short: Ohne Sicherheit in Deinen Bewegungsabläufen wird es schwer sein sich musikalisch in der Musik zu bewegen. Hier gibt es tausend Möglichkeiten dies zu trainieren und zu verbessern. Du kannst Musik hören bis sie Dir wieder aus den Ohren rauskommt. Du kannst Rhythmen lernen, analysieren und Dich mit Geschichte beschäftigen. Das alles wird Dein Wissen über Musik beeinflussen, verändern und verbessern. Aber: Dein Körper braucht Übung!

Um musikalisch zu tanzen musst Du tanzen und zwar zur Musik! Wir alle wissen wie schwer es ist in einem Kurs in dem man eine neue Kombination lernt sich auf verschiedene Ebenen zu konzentrieren. Da ist der neue Bewegungsablauf, eine neue Führung, ein neuer Schritt, der Partner, die Haltung und noch tausend andere Dinge auf die man achten muss und möchte. Da ist jeder schnell mal überfordert mit der Anforderung auch noch musikalisch zu tanzen. Deswegen gibt es keinen schlechteren Moment Musikalität zu „üben“ wenn man gerade dabei ist eine neue Figur zu lernen.

Hier mein Vorschlag, der sich sehr gut bewährt hat über die Jahre:

Musikalität übt man am Besten in Kursen die unter Deinem Entwicklungsniveau sind. Für neue skills wie Musikalität (und auch Haltung), beginn bei Bewegungsabläufen die Dir bereits zum Großteil bekannt sind. Das bedeutet nicht das Du nicht weiterhin zu dem Kurs gehen sollst im dem Du lernst Dein Repertoire zu erweitern, es bedeutet nur: ergänze diesen Kurs durch einen weiteren in der Woche in dem nur Dinge gelernt werden die Du zum Großteil schon beherrscht. Geh zu einem Intensivkurs in dem der Lehrer sich Zeit nimmt für Kleinigkeiten. Arbeite in der Zeit an Deiner Dynamik und an verschiedenen Details um so mehr Sicherheit zu gewinnen. Schnell wirst Du eine starke Verbesserung bemerken in Deiner technischen Ausführung und auch in Deinem Verhalten zur Musik!

Principle #4: Isolationen

Alles fancy Footwork und wundervolle und spektakuläre Kombinationen nützen Dir nichts, wenn Du nicht schaffst, Deinen Körper in einen gut koordinierten und flexiblen Fluss zu bringen. Hierfür sind bestimmte Körperisolationen notwendig. Hand-Fuß Koordination, Hüften, Rippen und Schultern sollten in einem polyrhythmischen Verhältnis zueinander stehen. Hierdurch entsteht auch automatisch ein sehr starker Bezug zur Musik. Wir nennen das in Beziehung bringen verschiedener Körperteile zueinander „Counter-Body-Rhythm“ Lass Dir von Deinem Lehrer genau zeigen welche Körperteile wie in Bezug zueinander stehen. Um den Rahmen hier nicht zu sprengen werde ich hierzu noch bei Gelegenheit einen etwas ausführlicheren Artikel veröffentlichen.

Auch ich beschäftige mich täglich noch mit den Basiselementen und simplen Isolationen und nutze die Zeit die ich im Training habe zum Großteil um meine Basisabläufe zu perfektionieren und sie zu meiner zweiten „Bewegungsnatur“ werden zu lassen. Repertoire ist auch ein wichtiger Teil des Trainings aber dieses ist um ein vielfaches leichter zu erlernen hast Du erst einmal genug Zeit mit den Basiselementen verbracht. Hab etwas Geduld und finde die Faszination darin Dich mit Deinem Körper länger an einer Stelle aufzuhalten, so wirst Du schnell enorme Erfolge spüren.

Die oben genannten Principles, und noch viele weitere mehr, sind Teil meines Unterrichtskonzepts welches auf einer 15-jährigen Erfahrung und Recherche beruht. Gern lade ich Dich einmal in meinen Unterricht ein in dem viele dieser Dinge fester Bestandteil sind.  Informationen über meine Kurse findest Du hier und hier.

Für Fragen und Input bin ich immer offen, schreibe mir einfach eine Nachricht und ich komme gern darauf zurück!

Refelcting Cascara

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Ein Salsa Rhythmus

Nach einem wahnsinnig interessanten, an ein Forschungslabor grenzenden, Gespräch mit Johannes heute möchte ich auch jetzt zu später Stunde noch einen Artikel über den Cascara Rhythmus verfassen. Zunächst ein paar kleine Informationen um Euer Grundverständnis zu erweitern.

Der Cascara Rhythmus ist einer der wichtigsten Rhythmen lateinamerikanischer Musik. Cascara bedeutet „Schale“ und wird deshalb so genannt weil der Timbales Spieler diesen Rhythmus auf den metallenen Seiten seiner Trommel schlägt. Er ist ein Rhythmus der wie der Clave Rhythmus ein 2/3er oder ein 3/2er Muster haben kann. In der musikalischen Komposition nennt man diese Umkehrung „Krebs“.

Der Cascara Rhythmus ist für die Salsa sehr wichtig weil er einen treibenden und scharfen Sound ergibt. Unter Anderem dadurch empfinden wir die Salsa Musik als recht rasant und energetisch geladen.

Johannes und ich haben nun versucht durch hören den Rhythmus genau zu terminieren. Dies entstand mehr oder weniger durch das von mir erstellte Chart, in dem alle Salsa Rhythmen mit Zählzeiten dargestellt sind (es hängIman der Tanzschule im großen Saal) welches doch einige Fragen aufwarf. Johannes war der Meinung das dort etwas nicht stimmt, also haben wir uns gemeinsam auf die Suche gemacht:

Wir wollten also die genauen Schläge des Cascara Rhythmus bestimmen. Was nicht gerade einfach ist. Wir sind in dem Gefühl für den Rhythmus recht sicher aber das genaue Bestimmen der Zählzeiten erwies sich als sehr schwierig.

Ich habe nun noch einmal recherchiert und habe herausgefunden, sowohl Johannes als auch ich hatten recht.

Denn es gibt zwei verschiedene Muster des „Cascara“, die innhalb ihrer beiden Blöcke vertauschbar sind. Dies ist ganz ähnlich dem Clave Muster. Das Clave und das Cascara Muster existieren in zwei Varianten. Durch vertauschen der einzelnen „Bars“ also 4tel Takte entsteht so ein etwas anders klingendes Muster.

Hier die Zählzeiten für das erste gängige Muster, diese Muster ist nicht direkt notiert auf dem Chart in der Tanzschule.

3/2 Cascara:

1 2 + (3) + (4) +5 6 7+ (8) +

Alle eingeklammerten Zahlen sind Zählzeiten die nicht gespielt werden! Da die +Schläge teilweise genau die Länge eines Schlages voneinander entfernt geschlagen werden ergibt sich ein komplexes neben-off-beat Verhältnis. Für den, der sich diesen Rhythmus mal verinnerlichen möchte, dem kann der folgenden Sprechgesang helfen. Dafür gibt es einen leichten Satz um sich den Rhythmus zu merken:

Du-gehst-du-gehst-schon-ich-geh-jetzt-wirklich

Das erste „Du“ am Anfang des Satzes ist dabei ein Auftakt das bedeutet es ist das Ende der Zählung von oben. „Du-gehst“ am Anfang fällt also auf die Zählzeiten +1. „Ich-geh“ fällt somit auf die +5. Das kann uns – by the way – auch dabei helfen die „Eins“ zu finden. Für alle die damit ab und an noch Probleme haben. Auch für on2 Tänzer ist der „Cascara“ Rhythmus ein „tänzerischer Schlüssel“ dazu später mehr.

Das zweite Muster des „Cascara“ Rhythmus ist das, welches in der Tanzschule auf meinem Chart notiert ist. Es ist das gleiche Muster wie oben, nur spiegelverkehrt notiert. Das bedeutet: die ersten 4 Schläge tauschen den Platz mit den zweiten 4 Schlägen, gezählt wird das dann so:

2/3 Cascara

1 2 3+ (4)+ 5 6+ (7)+ (8)+

Das bedeutet auch das unser Sprachmuster sich umkehren muss. Genau das war der Grund für die Verwirrung bezüglich meines Charts, denn die Aufzeichnung der Zählzeiten war zwar korrekt allerdings hatte ich den Merksatz der darunter geschrieben war nicht mit umgedreht. Er müsste also richtigerweise heißen:

Ich-geh-jetzt-wirklich-du-gehst-du-gehst-schon

Das tolle ist, wenn man die beiden nicht in Verbindung zu einer Melodie hört, dann klingt es irgendwann wieder gleich für den der nur zuhört. Entscheidend ist also der Beginn des Rhythmus und der Rhythmus in Verbindung zu Anderen Elementen wie zum Beispiel der Melodie.

Der Cascara Rhythmus steht fast immer in Verbindung zum Clave Pattern (2/3 oder 3/2) Das kann dann so aussehen:

Bild

Hier eine 3/2 Son-Clave notiert gemeinsam mit unserem zuerst erwähnten Cascara Rhythmus. Es ist nun möglich die Clave zu spiegeln ohne die Cascara mit zu spiegeln. Das kann eine Methode sein um ein neues Ryhthmus-Gerüst für eine Melodie zu entwerfen. Viele Musiker, die auch selbst Musik schreiben arbeiten mit diesen „Werkzeugen“, um rhythmische Veränderungen entstehen zu lassen.

Ich hoffe das der Artikel Euch helfen konnte 🙂 Lieber Johannes, vielen Dank für die großartige Diskussion!!!!!

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